Zelte

Beim Kauf eines Zeltes machen wir uns vorher Gedanken, wo wir das Zelt einsetzen wollen. Wir unterscheiden die Zelte nach Art des Einsatzgebietes in

  • Zelte für Schlechtwettergebiete
  • Zelte für hohe Windgeschwindigkeiten
  • Zelte für den Wintereinsatz
  • Zelte für warme Gebiete

Bei einem Zelt für Schlechtwettergebiete sollte man darauf achten, daß das Außenzelt nach Möglichkeit separat oder aber mit dem Innenzelt gekoppelt aufgebaut werden kann. Das Innenzelt sollte geräumig sein, damit man auch mal einen Tag bei schlechten Wetter im Zelt verbringen kann.
Eine hochwertige hochgezogene Bodenwanne und ein schnell trockenes Innenzeltgewebe sind weitere wichtige Punkte beim Innenzelt.
Weiterhin ist auf einer guten Ventilation selbst bei geschlossenen Eingänge zu achten. Dies wird dadurch erreicht, daß zwischen dem Innen- und Außenzelt eine ausreichende Distanz herrscht. Als Richtwert kann man ca. 10 cm nehmen. Zur Ventilation tragen natürlich auch die Lüfter bei. Sie sollten in genügender Anzahl (meist 2) vorhanden sein. Auch sollte das Außenzelt bis zum Boden reichen. Beim öffnen des Einganges vom Außenzelt darf kein Regen auf das Innenzelt tropfen. Eine große Apside für Gepäck und zum Kochen sollte ebenfalls vorhanden sein.

Zelte für hohe Windgeschwindigkeiten

Bei einem Zelt für hohe Windgeschwindigkeiten ist auf eine aerodynamische Formgebung und optimierten Schnitt (straffer Sitz) zu achten. Es ist bei Sturm stabiler und bietet den Wind weniger Angriffsfläche. Meist wird das Innenzelt zuerst aufgebaut (z.B. The North Face Westwind). Wichtig ist auch das hier ein hochwertiges Gestänge sowie viele stabile Abspannmöglichkeiten mit ausreichend langen Leinen vorhanden sind. Auch hier sollte das Außenzelt bis zum Boden reichen und nach Möglichkeit zwei gegenüberliegende Eingänge haben. Somit ist gewährleistet, dass ein Eingang immer im Windschatten liegt. Kräftige Reißverschlüsse (meist YKK) mit einer Entlastungssperre verhindern bei starkem Winddruck das Aufspringen der Reißverschlüsse. Beim Westwind von The North Face wird dies mit einem Druckknopf unten am Ende des Reißverschlusses gemacht.

Zelte für den Wintereinsatz

Das Zelt welches wir im harten Winter einsetzen wollen sollte nach Möglichkeit freistehend oder aber mit wenigen Häringen aufstellbar sein. Beim Aufbau ist zu berücksichtigen, das genügend Abspannpunkte vorhanden sind, die auch mit Skiern oder Eispickel zu benutzen sind. Der Aufbau sollte schnell und auch mit Handschuhen zu bewerkstelligen sein. Da im Winter mehr Ausrüstungsgegenstände mitgeführt werden, sollte man den gesteigerten Platzbedarf berücksichtigen. Eine große Apside für das Gepäck und zum Kochen, welche sich hervorragend belüften läßt sollte vorhanden sein. Das Außenzelt sollte auch hier bis zum Boden reichen und eventuell mit Snowflaps kompletiert sein. Beste Materialien für eine hohe Sicherheitsreserve sowie die Möglichkeit unterwegs kleinere leichte Reparaturen durchführen zu können sind weitere wichtige Punkte (Ersatzteile nicht vergessen).

Zelte für warme Gebiete

Das Zelt für warme Gebiete sollte über ein freistehendes Innenzelt, welches nach Bedarf auch alleine verwendet werden kann, verfügen. Es sollte groß genug sein um das gesamte Gepäck dort unterzubringen. Das Innenzelt sollte über große feinmaschige Moskitonetze verfügen, damit eine gute Belüftung gewährleistet ist. Für eine gute Ventilation sollte das Außenzelt in diesem Fall nicht bis zum Boden reichen und über 2 gegenüberliegende Lüfter verfügen. Helle Farben verhindern dass sich das Zelt bei intensiver Sonnenstrahlung aufheizt. Sollte es doch mal regnen, so sollte sich das Überzelt schnell montieren lassen.

Sind Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Boot unterwegs müssen Sie sich Gedanken über das Packmaß und dem Gewicht machen.
Die Formgebung des Zeltes spielt vor allen dingen beim Platzbedarf und des Einsatzgebiet eine Rolle. Über die Einsatzgebiete habe ich oben ausführlich geschrieben. Nun zum Platzbedarf. Hier sollte jeder für sich entscheiden, wieviel er braucht. Die Form des Zeltes macht deutlich das bei gleicher Grundfläche der Platz im Zelt unterschiedlich ausfällt.

Die Fläche der verschiedenen Zeltformen in 40 cm Höhe ( angenommene Grundfläche 3 m² )

Firstzelt ca. 1,6 m²
Tunnelzelt ca. 2,8 m²
Kuppelzelt ca. 2,4 m²
geodätisches Kuppelzelt ca. 2,6 m²